Mein beruflicher Werdegang wurde stark durch chronische Erkrankungen in meiner Familie geprägt und durch meine Großmutter, die schon in den 70er Jahren Heilpraktiker-Kurse belegte und sich gut mit Pflanzenheilkunde auskannte. Im Jahre 1985 kam unsere ganze Familie zu Dr. Ernst Schrott, bei dem ich erstmalig der Irisdiagnose, Homöopathie und traditionellen Naturheilverfahren begegnete. Im Jahr 1987 lernte ich Dr.Ulf Evertz kennen, der mich zu meinem Berufswunsch Heilpraktikerin inspirierte. Durch ihn erfuhr ich auch von der renommierten Josef-Angerer-Schule, bei der ich mich bewarb, aber erst im Jahr 1989 einen Ausbildungsplatz bekam. Im Jahr 1988 hatte ich die Gelegenheit bei Dr. Ulf Evertz und bei Dr. Ernst Schrott mitzuarbeiten und habe in dieser Zeit viel gelernt.
Nach dem Abschluss der Schule und dem Bestehen der Prüfung begegnete ich der nächsten sehr wichtigen Lehrerin auf meinem Weg: Dr. Margit Hasinger. Sie brachte mich endgültig auf den Weg der Homöopathie und gab mir in all den Jahren bis heute ihr fundiertes Wissen weiter.
Nach der Geburt meiner Tochter fing ich an mich fürs Familienstellen zu interessieren. Mein erstes Erlebnis hatte hierzu auf einem Kongress in Garmisch-Partenkirchen, als Bert Hellinger dort arbeitete. Ich hatte sofort enormen Respekt vor dieser Arbeit und wollte sie selbst erlernen. In den folgenden Jahren ging ich zu etlichen Aufstellungen und auch zu Andreas Krüger, der anfing seine Art des Aufstellens weiter zu geben. Er nannte es "Ikonen der Seele" und erstmalig erlebte ich die effiziente Kombination von Aufstellungen mit dem "Wunder" und homöopathischen Mitteln.
Im Jahr 2003 begann ich selbst Aufstellungen zu leiten in einem Netzwerk mit anderen Therapeuten. Meine Idee war, dass die Homöopathen ihre Patienten mitbringen, sie die Aufstellung selbst erleben und somit den Patienten nach der Aufstellung optimal homöopathisch weiter betreuen können. In der Praxis arbeite ich mit Patienten auch in Einzelsitzungen und komme damit häufig schneller zum richtigen Mittel.
Das Thema Konstitutionsmittel wird immer wieder angesprochen. Zu Zeiten Hahnemanns lebten die Menschen noch nicht in dieser sehr schnellebigen Zeit und auch die Erbmiasmen haben sich verändert. Das Konstitutionsmittel ist als immer das Mittel, das im Moment gebraucht wird. Natürlich gibt es Menschen, die tatsächlich in Abständen immer wieder das gleiche Mittel benötigen. Dennoch ist es nicht unbedingt die Regel.

Aufstellungsarbeit mit homöopathischen Mitteln "Ikonen der Seele"
Bei dieser Art der Aufstellung geht es stark um die Rückgabe der getragenen Schicksale an die Ahnen. Im Vorgespräch mit dem Klienten wird ein "Wunder "definiert um das es bei der Aufstellung geht. Es geht in diesem Falle nicht darum, wie das Wunder heißt, sondern wie sich das Gefühl benennt, das nach dem Geschehen des Wunders entstanden ist. Dieses Gefühl wird auch mit aufgestellt und hat eine innere Messskala von -10 bis + 10. Diese Methode geht auf den amerikanischen Psychotherapeuten de Shazer zurück. Steigt die Messskala in der Aufstellung nach oben, befindet sich die Aufstellung auf dem richtigen Weg. Durch diese "Wunderfrage" erhält die Arbeit auch ein Ziel, was nicht unerheblich ist, um die Aufstellung effektiv zu gestalten. Dieses Element führt quasi durch die Arbeit. Gibt es Probleme während der Aufstellung kann man homöopathische Mittel zur Hilfe nehmen. Oft kommen hier Mittel zum Einsatz, die man trotz sorgfältiger Anamnese nicht gefunden hätte. Ähnlich wie bei einem Erbmiasma (Nosoden) lassen sie gut gewählte Arzneien nicht zur Wirkung kommen. Hier werden die Themen der Ahnen ans Tageslicht gebracht, die diese Mittel zu Lebzeiten gebraucht hätten. Es ist allerdings nicht immer notwendig, dass der Klient diese Globuli selbst einnimmt, sondern sie sind ist ein Helfer auf dem Weg ein heilendes Seelenbild, eine "Ikone der Seele" zu erschaffen. Es ist auch nicht die Voraussetzung immer nur mit Familienmitgliedern des aktuellen oder des Herkunftsystems zu arbeiten. Man kann jedes, aber wirklich jedes Thema aufstellen. Ob abstrakt (z.B."Gott", "Mutter Erde") oder konkret (z.B."Krebs", "Geld" oder Beziehung") , für die Seele spielt das keine Rolle, sie führt das Individuum zum wirklichen Arbeitsthema und damit zu einem Lösungsbild. Auch hier gibt es die Parallele zur Homöopathie: beim Aufstellen löst sich ein Thema nach dem anderen, selten wird auf einmal das komplette "Wunder" vollbracht. Selbstverständlich gibt es auch andere Helfer, die in einer Aufstellungsarbeit zum Einsatz kommen können. Die Aufstellungsarbeit entpuppte sich in den letzten Jahren als eine Therapieform wie jede andere, der immer wieder kursierende Glaubenssatz, dass eine einzige Familienaufstellung alles in Ordnung bringe, ist nicht zielführend und oftmals auch nicht zu bewerkstelligen.
Seit einigen Jahren arbeite ich nun auch mit meiner Freundin Katrin Meilicke zusammen. Sie arbeitet als Reinkarnationstherapeutin und wir sind immer wieder beeindruckt, wie stimming Seelenbilder sind, ob als aufgestelltes oder erfahrenes Bild in Trance. Die Seele spricht immer die Wahreheit und leitet einen zu den "Brennpunkten". Wir haben erfahren, dass Homöopathie, Aufstellungsarbeit und Reinkarnationstherapie wirklich Hand in Hand und ergänzend miteinander wirken. Wir sind gespannt, was wir die nächsten Jahre noch erleben dürfen. |